Affichage des articles dont le libellé est Nachwuchssorgen: Flüchtlinge können Azubi-Mangel nicht lösen. Afficher tous les articles
Affichage des articles dont le libellé est Nachwuchssorgen: Flüchtlinge können Azubi-Mangel nicht lösen. Afficher tous les articles

Nachwuchssorgen: Flüchtlinge können Azubi-Mangel nicht lösen

mardi 14 juin 2016

Auszubildender (in Erfurt)

Auszubildender (in Erfurt)

Die deutsche Wirtschaft warnt: Viele Betriebe haben Schwierigkeiten, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Entlastung könnten junge Flüchtlinge bringen, doch die Integration läuft zu schleppend.

In der deutschen Wirtschaft kann rund ein Drittel der Betriebe nicht mehr alle Ausbildungsplätze besetzen, weil geeignete Bewerber fehlen. Zudem erhielten zuletzt fast 14.000 Betriebe gar keine Bewerbungen mehr für ihre Ausbildungs-Angebote, wie der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, mitteilte.

Die massiv gewachsene Zahl junger Flüchtlinge bringe kurz- und mittelfristig keine Entlastung. Bis sie überhaupt für eine Ausbildungsstelle in Frage kämen, zum Beispiel Deutsch gelernt hätten, vergehen nach Angaben Schweitzers von der Einreise an durchschnittlich 22 Monate. Für die volle Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt setzt er einen Zeitraum von fünf bis sieben Jahren an.

"Die Lage war für die jungen Menschen, die eine berufliche Bildung starten wollen, noch nie so gut wie jetzt", zog Schweitzer das Fazit aus einer DIHK-Umfrage unter gut 11.000 Ausbildungsbetrieben. Das bedeute aber andererseits: "Die Lage war für die Unternehmen noch nie so dramatisch wie jetzt." Das mehr und mehr dominierende Thema Fachkräftemangel sei nun auch voll in der beruflichen Bildung angekommen.

In der DIHK-Ausbildungsumfrage äußerten 31 Prozent der Unternehmen, dass sie keine Bewerber mehr für ihre Lehrstellen fänden. Das ist nur geringfügig weniger als der Rekordwert des Vorjahres von 32 Prozent. Der ungünstige Trend sei ungebrochen, sagte der Arbeitsmarktexperte des Verbandes, Achim Dercks.

Ein wesentlicher Grund dafür sind die niedrigen Geburtenzahlen. Ein Schülerjahrgang in Deutschland ist heute um 120.000 Menschen kleiner als vor zehn Jahren. Zudem streben immer mehr Schulabgänger in ein Studium. Viele Betriebe klagen über wachsende Mängel der Schulabgänger in Deutsch und Mathematik, aber auch über eine ungünstige Entwicklung bei den "Softskills", wie Disziplin, Belastbarkeit und Leistungswillen.

Let's block ads! (Why?)

Nachwuchssorgen: Flüchtlinge können Azubi-Mangel nicht lösen