Seltsame Beschimpfungen: Katy Perrys Twitter-Account offenbar gehackt

mardi 31 mai 2016

Katy Perry

Katy Perry

Es ist das beliebteste Twitter-Konto weltweit: Sängerin Katy Perry hat mehr als 89 Millionen Follower. Die bekamen in der Nacht seltsame Tweets zu sehen.

In der Nacht zum Dienstag wurden über den Twitter-Account von Sängerin Katy Perry ungewöhnliche Nachrichten verschickt. Es wurden Schimpfworte und persönliche Beschimpfungen getwittert, was so gar nicht zum Stil den sonstigen Kurzmitteilungen der Sängerin passt.

Die genauen Hintergründe sind noch unklar, aber es deutet vieles darauf hin, dass der Account - mit 89 Millionen Followern weltweit der beliebteste - gehackt worden ist.

Die fraglichen Nachrichten wurden aber rasch gelöscht. Vor diesen seltsamen Tweets, so berichtet das Blog Tech Crunch, sei bei Perry eine Nachricht zu sehen gewesen, mit einem Verweis auf ein anderes Nutzerkonto und dem Hashtag #hackersgonnahack.

Der Account, der in jener Nachricht erwähnt ist, hatte zuvor einen Eintrag gepostet, die offenbar zeigt, dass der Nutzer vom Streaming-Dienst Soundcloud aufgefordert wurde, ein Lied Perrys von seinem Konto zu entfernen. Womöglich liegt hier die Motivation für einen Angriff. Von Perry selbst gibt es bislang keinen Kommentar und keine Bestätigung des Vorfalls.

Zumindest ruft die Episode in Erinnerung, dass Twitter-Accounts jederzeit gehackt werden können. Perry ist nicht der erste Star, dessen Zugangsdaten missbraucht wurden. Zuvor wurden etwa die Konten von Justin Bieber oder Britney Spears gehackt.

Let's block ads! (Why?)

Seltsame Beschimpfungen: Katy Perrys Twitter-Account offenbar gehackt

Erschossener Gorilla: Zoo verteidigt Harambes Tötung

Im Zoo von Cincinnati musste ein Silberrücken erschossen werden, weil ein Kleinkind in die Gorilla-Anlage gelangt war. Die Eltern des Kindes stehen nun im Shitstorm.

Zoo-Gorilla: Harambes Ende
REUTERS/cincinnati Zoo

Die Tötung eines Gorillas im Zoo von Cincinnati hat Tierliebhaber aufgebracht.

Zoopersonal hatte den 17-jährigen Harambe erschossen, nachdem ein kleiner Junge über das Schutzgeländer geklettert, in einen Wassergraben um die Gorilla-Anlage gefallen und dann von dem Silberrücken durch das Wasser gezogen worden war. Der Vierjährige wurde gerettet und blieb unverletzt.

Die Kritik nach dem Tod Harambes war so heftig, dass die Zooleitung sich gezwungen sah, ihr Vorgehen zu verteidigen. Zoodirektor Thayne Maynard sagte, man stehe zu der Entscheidung, den Affen zu töten. Der 200-Kilogramm-Gorilla sei aufgebracht gewesen und habe erratisch gehandelt - das Leben des kleinen Jungen sei in Gefahr gewesen. Harambe sei so stark gewesen, dass er eine Kokosnuss mit der Hand hätte knacken können.

Das Tier mit einem Betäubungsmittel lahmzulegen, sei keine Option gewesen. Das hätte zu lange gedauert, sagte Maynard: "Wir stehen zu unserer Entscheidung, und wir würden heute genauso verfahren."

Im Fokus der Kritiker stehen auch die Eltern des Jungen. Mehr als 200.000 Menschen unterzeichneten dem Sender NBC zufolge eine Internet-Petition, in der gefordert wird, Vater und Mutter zu bestrafen. Sie hätten ihr Kind nicht genügend beaufsichtigt und dadurch den Tod des Gorillas herbeigeführt. Die Polizei sieht derzeit aber keinen Anlass für Ermittlungen gegen die Eltern.

Zeugenaussagen zufolge soll der Junge seiner Mutter gesagt haben, er wolle ins Wasser. Auch von ihrem "Nein" habe sich der Vierjährige nicht abhalten lassen. Nun überprüft der Zoo seine Sicherheitsvorkehrungen.

Die Eltern des Jungen bedankten sich in einer schriftlichen Erklärung für die "rasche Reaktion" der Zoomitarbeiter und erkannten zugleich an, dass der Zoo einen schweren Verlust erlitten habe. Ihrem Jungen gehe es gut, hieß es weiter.

Geboren im Gladys Porter Zoo in Brownsville, Texas, kam Harambe 2014 nach Cincinnati. Seine Art ist laut der Weltnaturschutzunion vom Aussterben bedroht. Wie Zoodirektor Maynard sagte, sollte das Gorillamännchen für Nachwuchs sorgen.

Let's block ads! (Why?)

Erschossener Gorilla: Zoo verteidigt Harambes Tötung

Treffen: Merkel und Seehofer besprechen ihre Beziehungskrise

CSU-Chef Horst Seehofer, Kanzlerin Angela Merkel

CSU-Chef Horst Seehofer, Kanzlerin Angela Merkel

CSU-Chef Seehofer und Kanzlerin Merkel kommen zu einem Krisengespräch zusammen. Das scheint bitter nötig: Angeblich vermutet Seehofer im Kanzleramt ein Komplott gegen seine Partei.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und CSU-Chef Horst Seehofer treffen sich an diesem Dienstag gegen Abend zu einem Krisengespräch. Beide kämen vor der Runde der Ministerpräsidenten zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in Berlin zusammen. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa.

Die CDU-Vorsitzende Merkel und Seehofer liegen in der Flüchtlingspolitik über Kreuz. Zuletzt hatte es geheißen, die beiden könnten sich nicht einmal darauf einigen, wo sich die Parteispitzen zu einem "Friedensgipfel" treffen könnten.

Die CSU hält Merkel vor, sie sei mit ihrer Flüchtlingspolitik für die sinkenden Umfragewerte der Union verantwortlich. Nach einer aktuellen Umfrage des Instituts Insa für die "Bild"-Zeitung verliert die große Koalition weiter an Zustimmung und ist erstmals unter die Marke von 50 Prozent gerutscht. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, kämen CDU/CSU demnach auf 30 Prozent - ein halber Punkt weniger als in der Vorwoche. Die SPD verliert der Umfrage zufolge ebenfalls einen halben Punkt und liegt nur noch auf 19 Prozent.

Unmittelbar vor dem Unions-Treffen blieben die Fronten verhärtet. CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer warf der CDU in der "Bild"-Zeitung vor, sie habe kein Profil. "Wenn sich CDU und SPD immer mehr angleichen, schadet es allen." Außerdem schreibt "Bild", Seehofer vermute einen Komplott. "Bis hinein ins Kanzleramt" gebe es Kräfte, die die CSU als "Fehlkonstruktion" betrachteten und beseitigen wollten.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) mahnte ein Ende des unionsinternen Streits an. Unterschiedliche Auffassungen seien zwar Teil der Geschichte der Schwesterparteien. "Aber jetzt ist ein Zustand erreicht, der der Union im Ganzen schadet", sagte der Minister den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Meinungsunterschiede sollten hinter verschlossenen Türen ausgetragen und nicht immer wieder öffentlich angefeuert werden. Auch weil die Zahl der Flüchtlinge erheblich zurückgegangen sei, "könnte die Dezibelstärke der Interviews ebenfalls zurückgeführt werden".

Mehr zum Thema:

Let's block ads! (Why?)

Treffen: Merkel und Seehofer besprechen ihre Beziehungskrise

Referendum in Großbritannien: Brexit-Befürworter holen auf

lundi 30 mai 2016

In Großbritannien zeichnet sich ein knapper Ausgang des Referendums über den Verbleib in der EU ab. Laut "Daily Telegraph" trennen Brexit-Befürworter und -Gegner nur noch wenige Prozentpunkte.

Brexit-Gegner in Großbritannien
Getty Images

Brexit-Gegner in Großbritannien

Der Vorsprung der Brexit-Gegner ist deutlich geschrumpft. In einer neuen Umfrage sprechen sich laut "Daily Telegraph" 51 Prozent der Briten für den Verbleib des Landes in der Europäischen Union aus, 46 Prozent dagegen. Damit trennen die beiden Lager nur noch fünf Prozentpunkte - in der vergangenen Woche waren es demnach 13 Prozentpunkte gewesen.

Der einstige Wahlkampfmanager von Premierminister David Cameron, Lynton Crosby, erklärte die bröckelnde Zustimmung für das EU-Lager mit der anhaltenden Debatte über die mangelnde Kontrolle der Zuwanderung in die Europäische Union. In der Umfrage gaben laut "Daily Telegraph" 52 Prozent der Befragten an, dass sich ein EU-Austritt ihrer Meinung nach positiv auf Großbritanniens Einwanderungssystem auswirken würde.

Cameron war in den vergangenen Tagen aus den eigenen Reihen angegriffen worden. Ihm wurde vorgeworfen, sein Versprechen nicht zu halten, die Zuwanderung zu begrenzen.

Die Briten stimmen am 23. Juni darüber ab, ob Großbritannien Teil der Europäischen Union bleiben soll. Für die aktuelle Umfrage wurden laut "Daily Telegraph" insgesamt 800 Menschen befragt. In den meisten Umfragen hatte sich bisher ein sehr knapper Ausgang des Votums abgezeichnet.

Let's block ads! (Why?)

Referendum in Großbritannien: Brexit-Befürworter holen auf

Global Slavery Index: Über 45 Millionen Menschen weltweit leben als Sklaven

Prostituierte in Kolkata, Indien
Getty Images/ UIG

Prostituierte in Kolkata, Indien

Sie werden zur Arbeit gezwungen oder für Sex verkauft: 45,8 Millionen Personen gelten Menschenrechtlern zufolge als moderne Sklaven. Besonders schlimm ist die Lage demnach in Indien und Nordkorea.

Die australische Menschenrechtsorganisation Walk Free Foundation hat ihren dritten Index über die globale Sklaverei veröffentlicht. Demnach sind weltweit knapp 46 Millionen Menschen in 167 Ländern betroffen, das heißt, sie werden zur Arbeit in Fabriken, Minen oder Farmen gezwungen, sie werden für Sex verkauft oder bereits in Knechtschaft geboren.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der modernen Sklaven weltweit gestiegen: 2014 waren es den Angaben zufolge noch 35.8 Millionen Betroffene gewesen. Der Anstieg sei unter anderen auf eine bessere Daten-Grundlage zurückzuführen, sagte der Mitgründer der Menschenrechtsorganisation, Andrew Forrest.

Zugleich habe sich die Situation für zahlreiche Menschen aber auch grundlegend verschlechtert, Forrest führt dies unter anderem auf die Migration zurück: Dadurch würden die Menschen verwundbarer und gerieten so leichter in moderne Sklaverei.

In allen 167 Ländern auf der Liste habe es Anzeichen für Sklaverei gegeben, sagte Forrest. Indien sei das Land, in dem es insgesamt am meisten moderne Sklaven gebe: geschätzte 18,4 Millionen bei einer Bevölkerung von 1,3 Milliarden Menschen.

Pro Kopf sei die Konzentration in Nordkorea allerdings am höchsten: Dort gilt der Erhebung zufolge einer von 20 Menschen als moderner Sklave, insgesamt seien es 1,1 Millionen.

Als Grundlage für den Index 2016 dienten 42.000 Interviews in 25 Ländern, die Gespräche wurden in 53 Sprachen geführt. Die Menschenrechtler arbeiteten dafür mit dem Meinungsforschungsinstitut Gallup zusammen. Die Daten über Nordkorea basieren zum Beispiel unter anderem auf Berichte von Flüchtlingen aus dem Land, außerdem auf Informationen, die die Menschenrechtsorganisation bei drei Besuchen im Land sammelte (hier lesen Sie mehr über die Methoden der Organisation).

"Wir wollen, dass der Index ein Weckruf ist", sagte Forrest. "Das ist nicht HIV oder Malaria. Wir haben Sklaverei verursacht und weil sie menschengemacht ist, können wir sie auch bekämpfen."

Hier einige weitere Ergebnisse im Überblick:

  • Etwa zwei Drittel aller Menschen, die laut Index als moderne Sklaven gelten, leben in Asien.
  • Etwa 58 Prozent der Menschen in Sklaverei leben in fünf Ländern: Indien, China, Pakistan, Bangladesch und Usbekistan.
  • Die Regierungen, die am wenigsten gegen Sklaverei in ihren Ländern tun, sind demnach Nordkorea, Iran, Eritrea und Äquatorialguinea.
  • Die Regierungen, die am meisten gegen Sklaverei in ihren Ländern tun, sind dem Index zufolge die Niederlande, die USA, Großbritannien, Schweden und Australien.

Let's block ads! (Why?)

Global Slavery Index: Über 45 Millionen Menschen weltweit leben als Sklaven

Brasilien: Transparenz-Minister war zu intransparent - und tritt zurück

Minister Fabiano Silveira

Minister Fabiano Silveira

Brasiliens Interimspräsident Temer verliert binnen einer Woche das zweite Kabinettsmitglied: Der Minister für Korruptionsbekämpfung Silveira soll Ermittlungen in der Petrobas-Affäre hintertrieben haben.

In Brasilien ist ein weiterer Minister über den Petrobas-Korruptionsskandal gestolpert. Am Montag trat der für Korruptionsbekämpfung zuständige Ressortchef Fabiano Silveira zurück, nachdem anhand eines Mitschnitts am Wochenende bekannt geworden war, dass er sich kritisch gegenüber laufenden Korruptionsermittlungen geäußert hatte.

Laut Mitschnitt, der vor Silveiras Ernennung zum Minister aufgezeichnet wurde, riet er dem Senatspräsidenten Renan Calheiros, wie er sich gegenüber der Staatsanwaltschaft verhalten sollte, um die gegen ihn laufenden Ermittlungen zu neutralisieren. Planungsminister Romero Jucá hatte vor einer Woche wegen eines ähnlichen Abhörskandals seinen Posten verloren. Er hatte angekündigt, die Ermittlungen der Bundespolizei zu stoppen.

Beide Gespräche waren vor dem Kabinettseinzug von Jucá und Silveira von einem ehemaligen Manager einer Tochtergesellschaft des staatlich kontrollierten Erdölkonzerns Petrobras aufgezeichnet worden. Der Mann ist selbst schwer in der Korruptionsaffäre um Petrobras verwickelt. Er hat sich gegen eine Strafmilderung zur Mitarbeit mit der Staatsanwaltschaft bereit erklärt.

Die Krise in Brasilien spitzt sich weiter zu

Im Falle Jucás hatte eine Zeitung ein kompromittierendes Telefongespräch mit dem Politiker und ehemaligen Chef der Ölgesellschaft Transpetro, Sergio Machado, veröffentlicht. Darin soll sich Senator Jucá von der rechtsliberalen Partei der demokratischen Bewegung (PMDB) dafür ausgesprochen haben, einen "Pakt" zur Amtsenthebung der Staatspräsidentin Dilma Rousseff von der gemäßigt linken Arbeiterpartei (PT) zu schließen.

Dadurch ließen sich auch die Ermittlungen zum Petrobras-Skandal beenden, sagte Jucá weiter in dem Mitschnitt. Sowohl er als auch Machado werden in der Affäre verdächtigt. Jucá hatte kürzlich von Temer den PMDB-Vorsitz übernommen. Die Partei war Juniorpartner in der PT-geführten Koalitionsregierung, bis Temer mit aller Macht den Sturz der Präsidentin betrieb und diese am 12. Mai vom Senat tatsächlich vorläufig ihres Amtes enthoben wurde.

In die Korruptionsaffäre um den brasilianischen Ölkonzern Petrobras sind Politiker und Geschäftsleute gleichermaßen verwickelt. Von 2004 bis 2014 sollen mehr als zwei Dutzend Firmen, zumeist große Baukonzerne, Schmiergelder an Petrobras gezahlt haben, um an lukrative Aufträge zu kommen.

Petrobras zahlte ebenfalls Bestechungsgeld, unter anderem an Politiker. Die regierende Arbeiterpartei soll bis zu 200 Millionen Dollar an Schmiergeldern von dem Staatskonzern erhalten haben. Insgesamt geht es in der Affäre um rund vier Milliarden Dollar.

Mit dem jüngsten Rücktritt von Transparenz-Minister Silveira hat sich die politische Krise in Brasilien drei Wochen nach der Suspendierung von PräsidentinDilma Rousseff weiter zugespitzt. Rousseff wurde für ein halbes Jahr wegen Korruptionsvorwürfen suspendiert. In dem Zeitraum soll geklärt werden, ob sie Budgetregeln verletzt hat, um ihre Wiederwahl 2014 zu sichern. Rousseff bestreitet das und spricht von einem Putsch. Die Regierung ringt um Wirtschaftsreformen, um die Rezession in der größten Volkswirtschaft Lateinamerikas zu überwinden.

Video: Amtsenthebungsverfahren gegen Dilma Rousseff

Video abspielen...

Let's block ads! (Why?)

Brasilien: Transparenz-Minister war zu intransparent - und tritt zurück

Armut in Deutschland: Jedes siebte Kind von Hartz IV abhängig

1,54 Millionen Kinder leben von Hartz IV
Getty Images

1,54 Millionen Kinder leben von Hartz IV

Die Zahl der Kinder, die von Hartz IV leben, ist gestiegen - auf insgesamt 1,54 Millionen. In Bremen und Berlin ist fast jeder dritte unter 15-Jährige betroffen.

Rund jedes siebte Kind in Deutschland ist von Hartz-IV-Leistungen abhängig. Das geht aus einer Daten-Auswertung der Linken-Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann hervor, aus der die Nachrichtenagentur dpa zitiert.

Demnach waren im vergangenen Jahr im Schnitt 1,54 Millionen unter 15-Jährige betroffen. Das sind den Angaben zufolge rund 30.000 mehr als noch im Vorjahr. Die Daten stammen von der Bundesagentur für Arbeit.

Je nach Region gibt es dabei große Unterschiede. So ist in Bremen und Berlin mit 31,5 Prozent fast jedes dritte Kind unter 15 Jahren von Hartz-IV-Leistungen abhängig (Ende 2015), wie aus den Angaben hervorgeht. In Sachsen-Anhalt sind es demnach 21,8 Prozent, in Hamburg 20,4 Prozent. Prozentual am wenigsten Betroffene gebe es in Bayern mit 6,5 Prozent.

Insgesamt seien in Ostdeutschland 20,3 Prozent der unter 15-Jährigen Hartz-IV-abhängig, in Westdeutschland 13 Prozent. Den stärksten Anstieg gegenüber dem Vorjahr gebe es mit 2,1 Prozentpunkten in Bremen, den deutlichsten Rückgang mit minus 0,7 Prozentpunkten in Brandenburg und Sachsen.

Genau betrachtet gehe es beim Thema Kinderarmut nicht unmittelbar um die Armut der Kinder, sondern um die Armut ihrer Eltern und deren Auswirkung auf die Kinder, sagte Zimmermann. "In der enormen Anzahl der Hartz-IV-Beziehenden mit Kindern spiegeln sich die in vielen Regionen immer noch angespannte Arbeitsmarktlage mit viel zu wenigen Arbeitsplätzen und Niedriglöhne wider." Die stellvertretende Vorsitzende der Linkenfraktion forderte die Regierungskoalition auf, die Regelsätze für Kinder zu erhöhen.

Eine detaillierte Auswertung zu Kinderarmut in Deutschland hatte das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung im Januar dieses Jahres herausgegeben. Demnach leben 19 Prozent oder 2,47 Millionen aller Mädchen und Jungen in Deutschland in Familien mit so wenig Geld, dass sie als arm oder armutsgefährdet gelten.

Mehr zum Thema Armut in Deutschland:

Let's block ads! (Why?)

Armut in Deutschland: Jedes siebte Kind von Hartz IV abhängig