Ein Titel zum Abschied: Der FC Bayern München hat im letzten Spiel von Josep Guardiola das Pokalfinale gegen Borussia Dortmund gewonnen. Die Münchner mussten aber ins Elfmeterschießen.
In seinem letzten Spiel als Trainer des FC Bayern München hat Josep Guardiola zum zweiten Mal den DFB-Pokal gewonnen. Im Endspiel gegen Borussia Dortmund stand es nach 120 Minuten 0:0. Im Elfmeterschießen setzten sich die Bayern 4:3 durch. Sven Bender und Sokratis vergaben für den BVB, Joshua Kimmich für Bayern. Douglas Costa verwandelte im Berliner Olympiastadion den entscheidenden letzten Strafstoß für die Bayern.
Die erste Spielhälfte war von gutem Pressing und Gegenpressing beider Mannschaften geprägt. Ergebnis war ein intensives Match, dem allerdings klare Torchancen auf beiden Seiten fehlten. Zu erfolgreich war die Defensivarbeit der Mannschaften. Die beste Bayern-Chance vor der Pause hatte Douglas Costa, als er nach schöner Verlagerung von Franck Ribéry mit einem Linksschuss Roman Bürki zu einer Parade zwang. Der Dortmunder Torwart ließ den Ball nach vorne abprallen. Robert Lewandowski kam aber nicht zu einem Nachschuss, weil er im Zweikampf mit Sokratis zu Boden ging. Schiedsrichter Marco Fritz entschied nicht auf Foulelfmeter - wohl die richtige Entscheidung, denn beide Spieler hatten sich mit den Armen bearbeitet.Eine Fehlentscheidung unterlief dem Unparteiischen allerdings in der 39. Minute, als er eine Tätlichkeit von Ribéry übersah. Der Franzose griff Gonzalo Castro bei einem Streit an der Seitenauslinie ins Auge. Obwohl der vierte Offizielle Bastian Dankert direkt daneben stand, erkannten die Schiedsrichter keine grobe Unsportlichkeit und zeigten dem Münchner nur Gelb.
Nach der Pause blieb das Spiel hochklassig. Aber wie vor der Pause waren eindeutige Gelegenheiten selten. Ein starkes Solo von Marco Reus von der linken Seite schloss der Nationalspieler mit einem Pass auf Pierre-Emerick Aubameyang ab. Dessen Schuss strich knapp über die Latte. Noch größer war die Chance für Lewandowski in der 64. Minute. Thomas Müllers Alleingang in den Strafraum war von Lukasz Piszczek gebremst worden. Der Ball sprang aber zum polnischen Stürmer, der aus zwölf Metern zum Schuss kam. Der Torschützenkönig der Bundesliga verzog seinen Abschluss aber über die Latte.
Einen Schlag musste der BVB kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit hinnehmen, als Kapitän Mats Hummels in seinem letzten Spiel für Dortmund verletzt ausgewechselt werden musste. Er hatte sich ohne Gegnereinwirkung einen Wadenkrampf zugezogen. Dennoch bekam die Borussia noch eine Chance, als Piszczek nach einem schnellen Konter von rechts auf den zweiten Pfosten flankte. Dort versuchte Aubameyang, den Ball direkt zu nehmen, traf ihn aber nicht sauber.
In der Verlängerung blieb der FC Bayern zwar die klar feldüberlegene Mannschaft. Die erste große Chance hatte aber der BVB. Nach einer Umschaltsituation spielte Castro einen großartigen Pass auf Mchitarjan. Der gab den Ball von rechts an den zweiten Pfosten, wo Aubameyang einen Schritt zu spät kam, um das sichere Führungstor zu erzielen. Nach und nach zollten Spieler beider Seiten der Anstrengung Tribut. Wie zuvor Hummels konnte auch Ribéry wegen eines Krampfs nicht zu Ende spielen. David Alaba prüfte Bürki in der 114. Minute mit einem Außenristschuss, der von Piszczek zudem noch abgefälscht wurde. Der Dortmunder Torwart parierte den Ball mit Mühe.Im Elfmeterschießen schien dann die Erschöpfung den Ausschlag gegen den BVB zu geben.
Bayern München - Borussia Dortmund 0:0 n.V. / 4:3 i. E.
Bayern: Neuer - Lahm, Kimmich, Boateng, Alaba - Vidal - Douglas Costa, Müller, Thiago, Ribéry (108. Coman) - Lewandowski.
Dortmund: Bürki - Bender, Sokratis, Hummels (78. Ginter) - Piszczek, Weigl, Castro (106. Kagawa), Schmelzer (70. Durm) - Mchitarjan, Aubameyang, Reus.
Gelbe Karten: Ribéry, Kimmich, Vidal, Müller / Castro, Hummels, Sokratis Schiedsrichter: Fritz
Zuschauer: 74.322
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